MUSTERINFORMATIONEN
Einige kleine Details machen den Unterschied zwischen einem guten und einem hervorragenden Ergebnis aus. Wir sind hier, um Sie bei jedem Schritt zu unterstützen.
Spannung / Maschenprobe
Jedes Kleidungsstück beginnt mit einer Maschenprobe, und die Maschenspannung ist das, was den Unterschied zwischen einem perfekt sitzenden und einem schlecht sitzenden Stück ausmacht. Sie bestimmt sowohl die Größe als auch den Fall dessen, was Sie herstellen, so dass selbst ein kleiner Fehler sich auf das gesamte Werk auswirken kann. Jeder Designer in unserer Schnittmustersammlung arbeitet nach seiner eigenen Maschenspannung, die oben in seinem Schnittmuster angegeben ist, und diese Angabe ist die, die Sie erreichen müssen, anstatt eines festen Hausstandards.
Um Ihre Maschenspannung zu überprüfen, schlagen Sie für eine Maschenprobe etwas mehr Maschen an, als die Maschenspannungsangabe erfordert, etwa 5 bis 10 zusätzliche Maschen und Reihen, die im angegebenen Muster und/oder Glattstrick gestrickt werden. Nachdem sie gespannt wurde, stecken Sie ein 10 cm großes Quadrat in der Mitte ab und zählen. Mehr Maschen, als das Muster verlangt, bedeutet, dass Ihr Gestrick zu fest ist, also nehmen Sie eine größere Nadelstärke. Weniger, und Sie sollten eine feinere Nadel nehmen.
Passen Sie Ihre Maschenspannung an, und der Rest erledigt sich von selbst: Ihr fertiges Stück wird den Maßen des Größendiagramms am Ende des Musters entsprechen.
Finishing
Ein Kleidungsstück ist nur so gut wie seine Fertigstellung, daher lohnt es sich, hier sorgfältig vorzugehen. Beginnen Sie damit, jedes Teil zu spannen, und bügeln Sie es dann gemäß den Anweisungen auf der Banderole, wobei Sie Bündchen ungebügelt lassen. Achten Sie besonders auf die Kanten, da gut gebügelte Kanten das Zusammennähen sowohl einfacher als auch ordentlicher machen. Wenn die Banderole angibt, dass Sie gar nicht bügeln sollen, legen Sie stattdessen ein feuchtes weißes Baumwolltuch über die gespannten Teile und lassen Sie sie ruhen, was den gleichen fixierenden Effekt hat.
Verweben Sie jeden Faden sorgfältig, entlang der Webkante oder an einer Farbverbindung. Wenn Sie die Teile zusammennähen, achten Sie sorgfältig auf Farbe und Textur, wo immer zwei Kanten aufeinandertreffen. Rückstich oder Matratzenstich eignen sich gut für die Hauptnähte; verbinden Sie Rippenbündchen und Halsausschnitte mit Matratzenstich, sofern Ihr Schnittmuster nichts anderes besagt.
Nachdem die Musteranweisungen vollständig sind, schließen Sie zuerst die linke Schulternaht und die Halsausschnittnaht, wie oben beschrieben. Befestigen Sie dann die Ärmel am Körper, indem Sie die von Ihrem Schnittmuster angegebene Methode verwenden:
Ärmel mit geradem Abketten: Richten Sie die Mitte der abgeketteten Kante des Ärmels an der Schulternaht aus und nähen Sie dann die Ärmeloberseite an den Körper, wobei Sie alle gegebenen Markierungen beachten.
Quadratisch eingesetzte Ärmel: Richten Sie die Mitte der abgeketteten Kante an der Schulternaht aus und setzen Sie die Ärmelkugel so in das Armloch, dass die geraden Seiten oben in einem sauberen rechten Winkel, vorne und hinten, auf die abgeketteten Maschen treffen.
Flach eingesetzte Ärmel: Richten Sie die Mitte der abgeketteten Kante an der Schulternaht aus, gleichen Sie die Abnahmen am Beginn der Armlochausschnittsformung mit denen an der Ärmeloberseite ab und passen Sie dann die Ärmelkugel in das Armloch ein.
Eingesetzte Ärmel: Richten Sie die Mitte der abgeketteten Kante an der Schulternaht aus und passen Sie die Ärmelkugel in das Armloch ein.
Zum Schluss schließen Sie die Seiten- und Ärmelnähte, nähen alle Tascheneingriffe und Futter mit Kettstich fest und nähen die Knöpfe passend zu den Knopflöchern an. Gerippte Bündchen, Halsausschnitte und alle kraus rechts gestrickten Partien bleiben durchgehend ungebügelt und werden wie auf der Banderole angegeben gewaschen.
Erfahrungsbewertungen
Diese Bewertungen dienen nur zur Orientierung.
SCHWIERIGKEITSGRAD: *
Anfänger
Einfache Formen und unkomplizierte Maschen. Ein guter Ausgangspunkt und ein Ort, an den man gerne zurückkehrt.
SCHWIERIGKEITSGRAD: **
Einfach
Einfaches Stricken mit etwas mehr Raffinesse, eine Einführung in Formgebungstechniken und den Kleidungsbau.
SCHWIERIGKEITSGRAD: ***
Erfahren
Für Handarbeiter, die bereits etwas Selbstvertrauen aufgebaut haben. Fortgeschrittenere Formgebung, die mit Colorwork oder komplexeren Musterstichen kombiniert wird.
Strickabkürzungen
| Abkürzung | Details |
|---|---|
| re | rechte Masche |
| li | linke Masche |
| M(n) | Masche(n) |
| zun | zunehmen |
| abn | abnehmen |
| gl re | glatt rechts (1 Reihe re, 1 Reihe li) |
| Kraus re | Kraus rechts (jede Reihe re) |
| Anf | Anfang/beginnen |
| folg | folgend |
| übrig | übrig/verbleibend |
| gl li | glatt links (1 Reihe li, 1 Reihe re) |
| wdh | wiederholen |
| jed | jeder/jede/jedes |
| fortf | fortfahren |
| Muster | Muster |
| zus | zusammen |
| mm | Millimeter |
| cm | Zentimeter |
| inch | Inch |
| RS | rechte Seite |
| WS | linke Seite |
| 1 M abh | 1 Masche abheben |
| abgeh M überz | abgehobene Masche überziehen |
| 2 abgehobene M überz | 2 abgehobene Maschen überziehen |
| verschr | verschränkt |
| M1 | 1 Masche zunehmen, indem der Querfaden vor der nächsten Masche aufgenommen und von hinten rechts gestrickt wird |
| M1P | 1 Masche zunehmen, indem der Querfaden vor der nächsten Masche aufgenommen und von hinten links gestrickt wird |
| F vorn | Faden nach vorn |
| Umschlag | Umschlag |
| Maß | misst |
| 0 | keine Maschen, Male oder Reihen – keine Maschen, Male oder Reihen für diese Größe |
| U | Umschlag |
| Faden vor der Nadel um die Nadel wickeln | Faden vor der Nadel um die Nadel wickeln |
| Faden hinten | Faden hinten |
| 2 M re zus abh | 2 Maschen wie zum Rechtsstricken zusammen abheben |